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Die Binder+Co AG in Gleisdorf, eine 100% Beteiligung der WB Holding, hat im Geschäftsjahr 2001 die im Jahr davor begonnene Restrukturierung weitgehend abgeschlossen.
Die Konzentration auf das Einzelmaschinengeschäft und die Fokussierung auf Kleinprojekte mit hohem Eigenleistungsanteil führte das Unternehmen in kurzer Zeit zurück in die Gewinnzone. Das EGT stieg um EUR 5,6 Mio von EUR minus 4,0 Mio im Jahr 2000 auf EUR 1,6 Mio im abgelaufenen Geschäftsjahr. Mit einem Umsatz von EUR 38,6 Mio wurde ein deutlich über Plan liegender Jahresüberschuss von EUR 1,5 Mio erwirtschaftet.
Erfolgreiche Restrukturierung
Die Reorganisation der Binder+Co AG konzentriert sich auf ergebnisstarke Produktbereiche und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Fertigung: Die Aktivitäten im Anlagenbau wurden zurückgenommen, und der Technologievorsprung in der Umwelttechnik, der Aufbereitungstechnik sowie in der Verpackungstechnik wurde forciert. Neben der konsequenten Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen haben auch verstärkte Marketingaktivitäten sowie Forschungs- und Entwicklungserfolge bei den führenden Produkten zur Ergebnisverbesserung beigetragen.
Entwicklungsmotor Forschung
Ergebnis intensiver Forschungsarbeiten war die Vergabe von zahlreichen weltweiten Patenten an die Binder+Co AG. Diese wurden in Kooperation mit dem Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft, dem Land Steiermark, der Montanuniversität Leoben und mit Industriepartnern erarbeitet. Das Unternehmen hat im Jahr 2001 rund 3% des Umsatzes für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Damit liegt die Binder+Co AG im nationalen und internationalen Vergleich im sehr guten Mittelfeld.
Weltmarktführer
Im Segment der Altglasaufbereitung ist Binder+Co Weltmarktführer und verfügt über einen Marktanteil von rund 40%. Darüber hinaus steht das Unternehmen in der Siebtechnik für siebschwierige Schüttgüter unmittelbar davor, die Marktführerschaft zu übernehmen.
Neue Märkte erschlossen
Der Bereich Aufbereitungstechnik, der traditionell den Bergbau und die Steine-, Erden- und Baustoffindustrie bedient, konnte erfolgreich in der Recycling- und Lebensmittelindustrie Fuß fassen. Ausschlaggebend dafür waren eine deutliche Senkung der Herstellkosten, die Optimierung der internen Organisation und der Aufbau von System-Know-how.
Die Binder+Co AG hält derzeit Mehrheitsbeteiligungen (96%) an der Packaging Systems International Inc. (PSI), Denver, und (100%) an der ÖSWAG Werft Linz AG und ist somit national wie auch international gut verankert.
BINDER+CO GRUPPE: TURNAROUND
Mit einer Verbesserung des EGT um EUR 4,9 Mio und einen Umsatz von EUR 73,1 Mio hat die Binder+Co Gruppe das Geschäftsjahr 2001 erfolgreich abgeschlossen. Durch gezielte Prozessoptimierung konnte bei einer verringerten Mitarbeiteranzahl und in etwa gleichem Umsatz und ähnlicher Betriebsleistung das EGT auf EUR 2,1 Mio gesteigert werden (2000: EUR -2,8 Mio).
Die Binder+Co Gruppe verfügt über zwei Standorte in Österreich sowie einen in den USA und beschäftigt 578 Mitarbeiter (31.12.2001). Das Kerngeschäft umfasst drei Produktsegmente des Maschinenbaus: Aufbereitungstechnik (Sieb- und Trocknungstechnik), Umwelttechnik (Altglas- und Papierrecycling) und Verpackungstechnik (Sackbefüll- und Palettiermaschinen). Darüber hinaus ist das Unternehmen im Schiffsbau (Neubau, Umbau und Reparaturen) und in der Lohnfertigung tätig.
AUSBLICK
Die Fortsetzung der Marketingstrategie für den Standort Gleisdorf und die Ausrichtung der PSI auf Vertriebs- und Assemblingaktivitäten sind die vorrangigen Ziele für 2002. Damit sollen sowohl Binder+Co, Gleisdorf, als auch die PSI wieder an eine Umsatzrentabilität von 5 % herangeführt werden. In der Forschung und Entwicklung wird schwerpunktmäßig in die Bereiche Umwelttechnik und Siebtechnik investiert. Darüber hinaus steht die Modernisierung der EDV am Programm.
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