Scherben sind unser Glück

Innovationen und verstärktes Engagement in Forschung und Entwicklung sind für die Wirtschaftslandschaft Österreichs unerlässlich. Sie sind Voraussetzung und Motor für Marktführerschaften und zeigen besonders in schwierigen Jahren, welche wichtige Rolle das verhältnismäßig kleine Land Österreich in der weltweiten Wirtschaft spielt.
Gestern, am 24. März 2010, wurde die Binder+Co AG für ihre innovative Technologie in der Aufbereitung von hitzebeständigen Sondergläsern mit dem Staatspreis Innovation in der Schönbrunner Orangerie prämiert.
Von 639 eingereichenden Unternehmen wurde Binder+Co vor allem für ihre Vorreiterrolle im Recyclingmarkt ausgezeichnet. Hitzebeständige Gläser stellen im Wiedereinsatz der Altglasscherben als Sekundärrohstoff einen ganz besonderen Störfaktor dar, der schlimmstenfalls sogar zu Produktionsausfällen führen kann.
Die Herausforderung der Entwicklung zu einer Erkennung dieser Störstoffe lag zum einen darin, dass sich die Sondergläser optisch eigentlich nicht von herkömmlichen Glas unterscheiden. Außerdem sollte die bereits am Markt eingeführte Technologie mit Röntgenfluoreszenz umgangen werden, um den dadurch entstehenden arbeitstechnischen Mehraufwand für den Kunden zu minimieren.
Ausschlaggebend für die Jury waren außerdem der Time to Market Faktor, der von der Geburt der Idee bis zu ihrer weltweiten Markteinführung nur zwei Jahre umfasste, sowie das Zusammenspiel des wissenschaftlichen Netzwerkes hinter der Entwicklung: neben der TU-Graz waren auch private Forschungseinrichtungen in der Steiermark, ein Institut der Fraunhofergesellschaft aus Deutschland sowie weltweite Lieferanten in das Projekt eingebunden.
Binder+Co ist es mit dieser wichtigen Entwicklung gelungen, seine Weltmarktführerschaft in der Aufbereitung von Altglas zu sichern und wird auch in Zukunft mit dem Folgeprojekt, der Erkennung von bleihältigen Gläsern, tonangebend in dieser Branche bleiben.
